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1. Allgemeiner Aufbau einer Einfachwirkender Gleitringdichtung

2 Aufbau, Wirkungsweise

Bei einer Gleitringdichtung wird die Dichtwirkung durch zwei ebene Stirnflächen gebildet. Die Leckage dringt in radialer Richtung durch den Dichtspalt.

 

Legende:

 

1. Gegenring

 

2. sek. Dichtung für den

Gegenring

 

5. Gleitring

 

6. sek. Dichtung für den

Gleitring

 

7. Feder


 

8. Mitnehmer


 

9. Wellenhülse /

Mitnehmer-

Verbindung

 

Der Gleitring (Pos.5), axial Beweglich, wird durch die Federn (Pos.7) gegen den Gegenring (Pos.1) gepresst. Die sekundär Dichtungen (Pos. 2 und 6) werden hierbei zur Abdichtung zum Produkt / Atmosphäre eingesetzt. Die Wellenhülse / Mitnehmer Verbindung (Pos.9) Gewindestift oder Passfeder stellen sicher, das die rotierende Einheit (Pos. 5,6,7,9 oder 76) eine Zwangsrotation bewirkt. Der Gegenring (Pos.1) wird durch einen Stift gegen mitdrehen gesichert.

 

Im Ruhezustand berühren sich Gleit- und Gegenring. Bei rotierender Welle treten infolge von komplexen tribologischen Wechselwirkungen zwischen den Dichtflächen eine Trennung der beiden Ringe ein. Unter günstigen Bedingungen stellt sich ein Spalt von 1µm ein. Eine charakteristische Eigenschaft einer Gleitringdichtung ist die selbstständige Stabilisierung im Dichtspalt. Nur wenn Flüssigkeit in den Spalt eintritt und dort einen dünnen Schmierfilm bildet, wird ein optimales Abdichtverhalten, geringe Reibung, geringer Verschleiß und hohe Lebensdauer erreicht.

Bei rotierender Welle wird die Flüssigkeit in Umfangsrichtung, in den Dichtspalt geschleppt. Durch die minimale Restunebenheit der Dichtflächen und die dabei entstehenden Druckfelder besteht die Möglichkeit das Sperrflüssigkeit in die Produktflüssigkeit diffundiert.


 

3. Anwendung

 

Gleitringdichtungen werden in allen Bereichen der Technik zur Abdichtung von druckbeaufschlagten Flüssigkeiten abgewendet. In Prozesspumpen der chemischen und petrochemischen Industrie, in der Papierindustrie, bei Werkzeugmaschinen, Getrieben, Mischern und Rührwerken. Die Abdichtung von umweltgefährdenden Flüssigkeiten erfordern aufwendige Sperrsysteme. Die Gleitringdichtungen für die petrochemische Industrie werden weitestgehend nach API 610/682 ausgeführt.

 

Letzte Aktualisierung: Mai 2006